Hygiene

Wir sind eine nach §30 staatlich konzessionierte Privatklinik. Als solche unterliegen wir höchsten Anforderungen und Kontrollen an Hygiene.

In allen Operationsräumen sind moderne raumlufttechnische Anlagen integriert, die absoluten Krankenhausstandard besitzen.

Unser Personal ist jeweils durch externe und interne Lehrgänge in der Sterilisation ausgebildet und verfügt über entsprechende Zertifikationen.

In diesem Bereich legen wir Wert auf eine ständige Aus- und Weiterbildung, die von unserer Klinik in allen Bereichen gefördert wird, um den höchsten qualitativen Standard für unsere Patienten zu gewährleisten.

Es gibt Bakterien, die gegen die meisten Antibiotika resistent sind. Bei der überwiegenden Anzahl schwerer Infektionen im Krankenhaus werden diese resistenten Keime (z.B. MRSA = Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) vom Patienten unwissentlich eingeschleppt.
Eine Infektion durch diese Bakterien während oder nach einer Operation kann sehr gefährlich sein, da die Behandlung durch herkömmliche Antibiotika nicht anschlägt. Der Organismus kann stark geschwächt werden und frische Wunden heilen nicht. Die Schönklinik ist die einzige Klinik in der Metropolregion, die alle Patienten, die operiert werden müssen, vorher testet. Wird dabei ein Befall des Patienten mit dem MRSA-Keim bekannt, muss die OP in der Regel verschoben werden, bis der Keim erfolgreich behandelt wurde. Diese Maßnahme dient Ihrem persönlichen Schutz, um eine Infektion mit einem hochresistenten Keim nach der OP zu verhindern. Andererseits dient sie auch dem Schutz aller anderen Patienten auf der Station, da sich diese Bakterien sehr rasch im Umfeld verbreiten können.

1. Wer wird gestestet?
Alle Patienten der Schönklinik, die operiert werden müssen.

2. Wie wird der Test durchgeführt?
Der für den zur Durchführung des Tests notwendige Abstrich beim Patienten ist einfach und schmerzlos: Mit dem Wattestäbchen wird ein Abstrich vom Nasenvorhof und Naseneingang und ein zweiter aus der Achselhöhle entnommen (Hautabstrich). Diese Probe wird im Labor für Infektionsmedizin mit einem modernen molekularbiologischen Verfahren untersucht, das hoch empfindlich ist. Das Ergebnis liegt, wenn der Abstrich bis spätestens 13 Uhr abgenommen wurde, noch am selben Nachmittag (bis ca. 17 Uhr) vor.

3. Wie wird eine Besiedlung mit MRSA behandelt, beziehungsweise saniert?
Man versucht zuerst mit antiseptischen (d. h. antibakteriellen) Nasensalben, Mund- und Rachenspülungen und Bädern die Besiedlung beim Patienten zu beseitigen. Diese Bäder werden mindestens 1x täglich durchgeführt. Eine Grundbehandlung dauert etwa 5 Tage, dann wird mit Abstrichen an 3 aufeinander folgenden Tagen überprüft, ob die MRSA-Besiedlung beseitigt wurde. Sind alle 3 Ergebnisse negativ, gilt der Patient als MRSA frei und kann dann z. B. operiert werden. Nur in besonders hartnäckigen Ausnahmefällen ist eine Behandlung mit speziellen Antibiotika erforderlich.

4. Kann ich mich nach der Behandlung wieder infizieren?
Grundsätzlich ja, wenn Sie erneut Kontakt zu anderen MRSATrägern haben. Auch durch dauerhafte Antibiotika-Gaben kann sich wieder ein hochresistenter Staphylokokkenstamm entwickeln.